KI im Webdesign: Die Zukunft der Inhalte & Gestaltung von Websites

Letztes Artikel-Update: 15. Januar 2024

KI-Tools haben in letzter Zeit eine enorme Entwicklung genommen. Auch und gerade in der Online-Branche ist das aktuell ein heiß diskutiertes Thema. Text- und Bildgeneratoren sorgen schon für erhebliche Umbrüche. Dieser Artikel zeigt die aktuellen Entwicklungen auf und präsentiert dir die spannendsten KI-Tools.
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Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben.

Und sie wird in den nächsten Monaten und Jahren für die Online-Branche eine Art Gamechanger wie zuletzt die Erfindung des Smartphones und das als Konsequenz darauf folgende Responsive Webdesign. Oder wie es beispielsweise auch das Aufkommen der sozialen Netzwerke war.

Mit anderen Worten:
(Fast) alles, ok, sagen wir vieles, wird einmal auf Links gedreht werden.

KI und die Arbeitswelt

Prognostiziert wird es schon seit Jahren:
KI (Künstliche Intelligenz) wird viele Berufe verändern oder gar überflüssig machen. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sprach davon, dass „in den nächsten 15-20 Jahren 14% der aktuellen Arbeitsplätze aufgrund von Automatisierung verschwinden; weitere 32% dürften sich radikal verändern“ (DIE ZUKUNFT DER ARBEIT – OECD-Beschäftigungsausblick, PDF).

Gerade Tätigkeiten mit einem hohen Wiederholungsgrad werden als gefährdet angesehen. Was in der Geschichte der Arbeitswelt schon sehr lange so ist, beruht die Industrialisierung ja genau darauf.

Steuerberater, Schalterbeamte (welch unschönes Wort) und weitere Jobs sind demnach besonders gefährdet (wobei ich persönlich beim „Schalterbeamten“ dies als Erlösung ansehen würde, aber ein anderes Thema 😉).

Dagegen sollten Jobs, die eine hohes Maß an sozialer oder kreativer Intelligenz erfordern, sehr sicher sein.

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KI und die kreative Online-Arbeitswelt

Lange hieß es eben, der Job sei künftig nur bedroht, wenn der Automatisierungsgrad hoch ist, kreative Jobs (und sind wir nicht alle irgendwie kreativ) sind weniger gefährdet. Nun schwappt aber eine Welle an KI-Tools auf den Markt, die genau diese Annahme versuchen zu widerlegen!

KI-Tools, die Texte schreiben, die sich kaum von selbstgeschrieben unterscheiden. Aktuell herrscht regelrecht ein Hype um GPT-3, ein Sprachverarbeitungsmodell der amerikanischen Non-Profit-Organisation OpenAI.

Robert Lepenies, der Präsident der Karlshochschule aus Karlsruhe, schrieb dazu:

„#GPT-3 macht viele Prüfungsformen ab heute undenkbar, da maschinelles Lernen mit GPT-3 Texte erzeugt, die qualitativ in den Sozialwissenschaften nicht unterscheidbar sind von der Arbeit von Studierenden. Gerade für euch getestet – unsere Profs erkennen den Unterschied nicht.“

https://twitter.com/RobertLepenies/status/1600611200408100876

Dazu kommen recht neue KI-Tools, die Bilder – quasi auf Zuruf – generieren. Man gibt in das Tool eine Art Aufforderung ein („Generie einen Astronauten, der am Schreibtisch sitzt und Kaffee trinkt in einem Comic-Style“) und … die KI generiert genau solche Bilder.

Die logische Schlussfolgerung wäre:
Wer braucht dann noch Texter oder Illustratoren?

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Kleiner Plausch zwischen Designer und KI – so stellt sich das zumindest der KI-Bild-Generator vor…

Bevor ich darauf eingehe, zeigt die aktuelle Entwicklung eben, dass auch kreative Tätigkeiten nicht mehr „sicher“ sind. Schreiben, Programmieren, Design, Kunst – all das können zum Teil schon KI-Tools übernehmen und du kannst davon ausgehen, dass dies erst der Anfang ist und in den kommenden Jahren noch viele neue Tools erscheinen werden, bzw. die aktuellen noch besser werden.

Dazu haben die letzten Jahre unserer Gesellschaft und vermutlich auch dir ganz persönlich gezeigt, dass viele „Sicherheiten“ und „Glaubensgrundsätze“ ganz schnell ins Wanken geraten können und sich unerwartet und plötzlich ändern können. Nicht wenige treibt das in die Fänge von Gruppierungen mit – ich nenne es mal zurückhaltend – merkwürdigen Ansichten, die aber im Kern unsere Demokratie bedrohen, weil man versucht in ein vermeintlich besseres Gestern zurückzukehren, bei dem eben es noch viele vermeintliche „Gewissheiten“ gab.

Aber (kurzer Philosophie-Ausflug):

That´s life. Es ändert sich eben alles, immer wieder.
Alles bleibt im Fluss.

Dies verunsichert natürlich, was erstmal auch ok ist. Die KI-Entwicklung sehe ich selber einerseits faszinierend (fragt mal meine Kinder, ich habe einen Tag euphorisch nur versucht deren Hausaufgaben mit GPT-3 zu erledigen 😉 ). Andererseits beunruhigt mich sie selber. Wird meine Tätigkeit zukünftig noch benötigt, und in welcher Form? Ich versuche es wie vieles anderes zu sehen:
Es ist weder gut noch schlecht, zuerst einmal ist es einfach da.

Die Frage ist halt, wie selber damit umgehen. Daß heißt zuerst einmal diese Art „neue Realität“ akzeptieren. Um dann zu schauen, wie und wo man diese Tools für sich selber nutzen kann.

KI und Kreativitität

KI-Tools werden nicht nur ganze Designs erstellen können, auch zu einzelnen Aufgaben werden sie schon hilfreiche Dienste leisten:

In der neuen Webdesign-Welt ermöglichen KI-gesteuerte Werkzeuge eine effizientere Gestaltung, indem sie automatisiert Layouts, Farbpaletten und visuelle Elemente erzeugen. KI optimiert zudem das responsive Design für verschiedene Geräte und Bildschirmgrößen. Sie erleichtert die Erstellung und Kuratierung von Inhalten und verbessert die Benutzererfahrung durch personalisierte Schnittstellen. Automatisiertes Testen und Fehlererkennung sowie die Generierung visueller Inhalte werden ebenfalls durch KI vereinfacht. Und sie unterstützt datenbasierte Entscheidungen, indem sie Nutzerverhalten analysiert und wertvolle Einblicke liefert

KI-Tools werden auch kreative Leistungen übernehmen können und damit Designer Arbeit sparen können, bzw. beim Kreativprozess unterstützen können. Diese Tools können kreativ sein, indem sie Muster neu kombinieren. Aber menschliche Kreativität werden sie nicht ersetzen können, da diese sozial und emotional verankert ist.

Den bewussten Bruch mit Designregeln oder mit Standardlösungen. Das „Zwischen den Zeilen“-Lesen beim Briefing des Auftraggebers, beim Feedback des Website-Besuchers oder Kunden. Das Ausdenken, (Er-)Finden ganz neuer Wege. All das wird weiterhin Aufgabe menschlicher Kreativität sein. KI wird als nützliches Werkzeug für diese kreativen Prozesse ergänzend nützlich sein.

Beispiele für Einsatzgebiete von KI-Tools

Hier sind ein paar Beispiele für KI-Tools, die schon heute verfügbar und im Einsatz sind:

  1. Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Assistant, die es Menschen ermöglichen, mithilfe von Sprachbefehlen interaktive Aufgaben auszuführen, wie zum Beispiel Musik abspielen, Timer setzen oder Wettervorhersagen abrufen.
  2. Chatbots, die es Unternehmen ermöglichen, Kundenanfragen und -beschwerden automatisch zu beantworten und zu bearbeiten.
  3. Bilderkennungssysteme, die in der Lage sind, Objekte, Gesichter und Szenen in Bildern und Videos automatisch zu erkennen und zu beschreiben. Diese Systeme werden oft in der Sicherheitsindustrie eingesetzt, um verdächtige Aktivitäten zu identifizieren.
  4. KI-Tools zur Vorhersage von Ergebnissen, die es Unternehmen ermöglichen, zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen vorherzusagen und ihre Entscheidungen danach auszurichten.
  5. KI-basierte Diagnosesysteme, die in der Lage sind, mithilfe von Daten und Algorithmen medizinische Diagnosen zu stellen und Behandlungsoptionen vorzuschlagen.

KI-Tools werden sehr viele Lebensbereiche durchdringen. Von der Geld-/Anlageberatung, über Gesundheitsvorsorge bis zu autonomem Fahren.

KI im Webdesign und für Websites

Künstliche Intelligenz verändert verschiedene Geschäftsbereiche. Webdesign ist da keine Ausnahme. KI-gestützte Tools und Technologien revolutionieren die Art und Weise, wie wir Websites erstellen, optimieren und personalisieren.

Hier ein Blick auf einige der wichtigsten Bereiche, in denen KI Einfluss gewinnen wird:

  • Automatisiertes Webdesign:
    KI-gesteuerte Werkzeuge revolutionieren das Webdesign, indem sie Layouts, Farbpaletten und visuelle Elemente effizient gestalten. Dies spart Designern Zeit und Mühe und markiert eine Abkehr von traditionellen Webdesign-Methoden.
  • Optimierung des responsiven Designs:
    KI ermöglicht es Designern, Websites für verschiedene Geräte und Bildschirmgrößen zu optimieren. Durch Analyse des Nutzerverhaltens verbessert sie das Nutzererlebnis und steigert die Konversionsraten.
  • Inhaltserstellung und -kuratierung:
    KI, insbesondere durch NLP (Natural Language Processing), kann Webinhalte erstellen und kuratieren. Sie bietet personalisierte Inhalte basierend auf den Präferenzen der Besucher, was die Benutzerbindung erhöht.
  • Verbesserte Nutzererfahrungen:
    KI analysiert Nutzerverhalten, um personalisierte und intuitiv zu lernende Benutzeroberflächen zu schaffen. KI-gestützte Chatbots und Assistenten bieten sofortige Unterstützung und verbessern die Navigation.
  • Automatisiertes Testen und Fehlererkennung:
    KI-Algorithmen automatisieren den Testprozess im Webdesign, erkennen Fehler und Unstimmigkeiten, was zur Optimierung der Website-Leistung beiträgt.
  • Visuelle Inhalterstellung:
    KI generiert visuelle Inhalte wie Bilder und Grafiken, die das Design vereinfachen und die kreative Arbeit von Designern unterstützen.
  • Datengetriebene Entscheidungen:
    KI hilft Webdesignern, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, indem sie Nutzerdaten analysiert und wertvolle Einblicke bietet. Dadurch werden Designelemente und Nutzerflüsse optimiert.

Stoff zum weiterlesen:

Der Artikel AI-Generated UI Is Not Innovative auf heather-buchel.com kritisiert die aktuellen KI-gestützten UI-Design-Tools für ihre mangelnde Innovation, insbesondere im Hinblick auf Zugänglichkeit.

Der Artikel Artificial Intelligence & The Misconception Of Creativity diskutiert, wie KI Kreativität beeinflusst. Kreative Aufgaben lassen sicg in originelles Denken (wie das Entwickeln einzigartiger Narrative) und repetitive Aufgaben (wie Recherche und Formatierung) aufteilen. KI ist in der Lage, sowohl repetitive als auch kreative Aufgaben zu erledigen, was zu Verlusten von Arbeitsplätzen und „kreativen Egos“ führen kann.

Der Artikel How AI is Supercharging Design beschreibt, wie KI das Design durch Automatisierung, Vorhersage und Personalisierung verbessert. KI ermöglicht effizientere Prozesse und präzisere Designs, indem sie repetitive Aufgaben übernimmt und Nutzerdaten analysiert, um individuelle Erlebnisse zu gestalten.

Der Artikel Can AI Bring Back Designer-Developer Hybrids? diskutiert die Möglichkeit, dass KI die Rolle von Designer-Entwickler-Hybriden wiederbeleben könnte. Früher waren Entwickler oft auch Designer, aber heute ist die Arbeit aufgeteilt, was Herausforderungen mit sich bringt. KI-Tools könnten diese Hybriden unterstützen, indem sie Teile des Design- und Entwicklungsprozesses vereinfachen.

Der Artikel Sie sollten froh sein, wenn künstliche Intelligenz in Ihrem Job relevant wird befasst sich mit der Bedeutung und den Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt. KI wird zwar einige Berufe verändern oder ersetzen, jedoch auch neue Jobs schaffen und die Arbeitswelt menschlicher machen kann.

Für den konkreten Fall hier einige Beispiele, wie KI im Webdesign genutzt werden kann:

Vorschläge für Website-Ideen

  • KI hilft beim Brainstorming, bzw. kreative Blockaden zu überwinden. So kann bspw. ChatGPT, ein fortschrittlicher generativer KI-Chatbot, Ideen für Themen, Inhalte, konkrete Website-Texte vorschlagen.
  • Eigene, wie auch die KI-Ideen lassen sich vertiefen oder überarbeiten.
  • KI kann hier wie der eigene Assistent oder „Sidekick“ unterstützen.

Unterstützung bei der Nutzerforschung

  • Eine gründliche Nutzerforschung ist entscheidend für gutes Design, kann aber aufgrund von Zeit- und Budgetbeschränkungen oft nicht umfassend durchgeführt werden.
  • KI-Tools können für die Erstforschung zur Zielgruppe genutzt werden.
  • Es ist trotzdem wichtig, die generierten Daten zu variieren und durch verlässliche Quellen zu überprüfen.

Erzeugen von Bildmaterial

  • Bilder spielen eine wichtige Rolle im Webdesign. KI-Tools wie Midjourney, Dalle-3 und Adobe Firefly können passende Bilder basierend auf Texteingaben erzeugen.
  • Es gibt oft noch Einschränkungen in der Darstellung von Menschen, weshalb eine menschliche Überprüfung und Bearbeitung notwendig ist.
  • Trotz der Vorteile von KI-Bildern ist es manchmal besser, mit professionellen Fotografen oder Illustratoren zusammenzuarbeiten, besonders wenn Zeit und Budget dies erlauben.

Erzeugen von Videos

  • Tools wie Pikalabs und Runway Gen-2 können Videos basierend auf Texteingaben oder statischen Bildern erstellen.
  • Diese Tools sind besonders nützlich, um visuelles Interesse und eine hochwertige Anmutung auf Webseiten zu erzeugen.

Generieren von echtem Textinhalt

  • Statt Lorem Ipsum zu verwenden, können Webdesigner KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Google Bard nutzen, um relevante Texte zu generieren.
  • Diese Tools sind hilfreich, um detailliertere oder längere Texte zu erstellen, die dann an den Ton und Stil der Marke angepasst werden müssen.

Schreiben von Code

  • KI-Code-Generatoren können hilfreich sein, um neue Ansätze zu finden oder Probleme im Code zu lösen.
  • Tools wie ChatGPT, GitHub’s Copilot und Claude können Codebeispiele generieren und erklären, was das Verständnis und die eigenen Fähigkeiten fördert.

Erstellen einer Webseite mit KI-Tools

Die Erstellung einer Webseite mit KI-Tools kann in mehrere Schritte unterteilt werden:

Erstellen eines Layouts für die Webseite

  • KI kann verwendet werden, um ein Layout in hoher Qualität zu erstellen. Tools wie uizard oder Midjourney kann beispielsweise auf Befehle wie „/imagine a beautiful website for shoes“ reagieren und verschiedene Designvarianten für eine Schuh-Website generieren.
  • Die Qualität der Ergebnisse hängt stark von der Präzision der Eingabeaufforderung ab.
  • Es ist wichtig, beim Verwenden von Referenzbildern Vorsicht walten zu lassen, um keine Urheberrechtsverletzungen zu begehen.

Erstellen von Inhalten für die Website

  • Gut ausgearbeiteter Inhalt ist entscheidend für die Wahrnehmung einer Website. KI-Tools wie ChatGPT können für das Verfassen von Marketingtexten, Produktbeschreibungen und sogar für den gesamten Website-Text verwendet werden.
  • Die generierten Inhalte anpassen und überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entsprechen.

Umwandlung des Designs in eine voll funktionsfähige Website

Das mit KI erstellte Layout und die Inhalte dienen als Grundlage für die Erstellung der endgültigen Website.

Es ist möglich, visuelle Elemente und Textblöcke, die von KI-Tools wie Midjourney und ChatGPT generiert wurden, in das Webdesign zu integrieren.

Insgesamt bieten KI-Tools im Webdesign vielfältige Möglichkeiten, von der Ideenfindung über das Erstellen von Bildmaterial bis hin zum Schreiben von Code. Sie können den kreativen Prozess beschleunigen und effizienter gestalten, erfordern jedoch nach wie vor eine sorgfältige Überprüfung und Anpassung durch den Menschen.

KI und Inhalte

Die neuen KI-Möglichkeiten werden für eine neue Content-Welle sorgen, ähnlich wie beim Aufkaum von Social Media. Dabei sind wir alle schon „information-overloaded“… 🥳

Die Content-Erstellung wird zukünftig so einfach und schnell, dass mit massenhaft (neuen) Inhalten auszugehen ist. Ob diese dann aber tatsächlich so „neu“ sein werden, oder nicht eher des hunderste Aufguss eh schon irgendwo vorhandener Inhalte?!

Das Ergebnis wird sicherlich sein, dass viele Inhalte mehrfach, massenhaft vorkommen, nur in leicht abgewandelter Form. Die Originalität, die individuelle Sprache, die persönliche Form der Überbringung werden auf der Strecke bleiben.

Designer, Texter, Online-Marketer – wir alle haben gelernt, welche Ergebnisse (ob Design, Text, Aufbau, Anordnung usw.) beim Besucher ankommen, was zu Conversion führt und versuchen dies entsprechend erfolgreich nachzubauen. In meinem Artikel Der Status quo des Webdesigns zeige ich ja auch diese Gleichförmigkeit im Design und besonders im Webdesign auf.

Und KI-Algorithmen bauen ja ebenso darauf auf. Diese schauen, was funktioniert hat und generieren dies nach/neu.

Origintalität wird dann Opfer der Effizienz.

Denn um guten „Standard-Content„ zu liefern bedarf es heutztage nicht mehr viel. Gute Websites, gute Texte bekommt man mit entsprechenden Tools und Templates schnell hin.

Originelle Ergebnisse, wirkliche Einzigartigkeit, das Verstehen der Kundenanforderungen und das Finden kreativer Lösungen. Designs, die kein trendiger Standard sind, sondern das gewisse Etwas haben. Genau zu wissen, wann man wo noch eine kleine „Note“ ergänzt, sei es im Design oder im Text – das kann man nur mit jahrelanger praktischer Erfahrung. Daher:

Habe Mut zur Originalität!

Deine einzigartige Stimme zählt am Ende und setzt dich und deine Ergebnisse von KI-Ergebnissen ab.

KI-Webdesign-Tools

Um aber nicht zu sehr abzuschweifen in die allgemeine Bedeutung der „schönen“ neuen KI-Welt, möchte ich dir hier ein paar Tools vorstellen, die für die Online-Branche interessant sind und die vielleicht auch für deine Arbeit im Webdesign hilfreich sind:

KI-Text-Tools

Es gibt einige Text-Tools auf dem Markt, die die Erstellung von Texten vereinfachen können, bzw. die sogar vollständige Artikel schreiben können. Die meisten arbeiten (bisher) nur englischsprachig.

Wenn du aber denkst, du könntest mit den Tools jetzt auch mal eben schnell ganz viele spannende Texte/Artikel generieren (z. B. um Kunden zu akquirieren oder einen Haufen SEO-Content zu generieren, um in den Suchmaschinen nach oben zu kommen), dann muss ich dich eher enttäuschen.

Google (und natürlich auch die anderen Suchmaschinen) sind ja nicht doof 😉

Seit Jahren schon arbeiten sie an ihren Algorithmen zur erfolgreichen Erkennung von KI-generierten Inhalten. Und solche werden genauso behandelt – also abgestraft – wie Texte, die quasi von anderen übernommen wurden und nur einzelne Wörter umgestellt oder (leicht) umformuliert wurden. Solche „spammingen“ Texte reichen also bei weitem nicht aus. Auch Leser interessiert nicht einfach der drölfzigste Artikel zu einem bestimmten Thema. Das Internet ist ja auch im Grunde schon voll genug von Inhalten und Texten.

Neue Texte müssen zwingend einen (großen) Mehrwert bieten!

Zum Beispiel eine persönliche Meinung, ein individueller Einblick, eine Anleitung oder ähnliches. Und genau das kann ein KI-Tool eben nicht leisten (noch nicht?).

Dazu kommt das Content Design, das für eine spannende Textformulierung wie auch -formatierung sorgt. Und ergänzende Bilder, Infografiken – all das ergibt dann erst einen Inhalt, der spannend ist, gerne gelesen wird und den User wirklich weiter bringt.

Nichtsdestotrotz können die Tools aber sicherlich eine gute Unterstützung im Schreibprozess bieten:
Artikelgliederungen, Keywordrecherche, -dichte, Ideenfindung,  – das wären mögliche Einsatzgebiete.

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Im Folgenden die spannendsten Text-Tools, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten:

ChatGPT

ChatGPT ist aktuell in aller Munde. Die Möglichkeiten des Tools sind sehr mächtig. Texte und Codes erstellen lassen, richtige Interaktionen führen, Brainstorming durchführen und und und…

Fabian von Farbentour liefert einen kurzweiligen Video-Einblick, und wie man damit Texte erstellen lassen kann und die Vorteile bezüglich SEO. Er zeigt aber auch die Grenzen auf, denn Google mag generische KI-Texte natürlich nur bedingt…
Und ganz aktuell ein Video zu Custom GPTs für SEO nutzen.

Wichtig ist beim aktuellen Stand der Textgeneratoren sich nicht auf diese zu verlassen! Selbst der OpenAi-CEO räumt dies ein:

„ChatGPT is incredibly limited, but good enough at some things to create a misleading impression of greatness.“

OpenAI-CEO Sam Altmann

Dies würde ich mal genauso auf die anderen Texttools übertragen! Keine Texte einfach blind kopieren, dass kann nur nach hinten losgehen…

Die Versuchung ist groß bei solchen Tools die Texte einfach zu übernehmen. Und oft sind diese auch fachlich korrekt. Aber oft eben auch (noch) nicht. Und die Tools erkennen selber noch nicht zuverlässig, wann sie einen falschen Kontext übernehmen (Fehl- oder Falschinformationen, unzureichende Datenlage).

Die Texte sollten daher nie ungeprüft veröffentlicht werden!

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Jasper

Dazu kann das Tool über 20 Sprachen, auch deutsch, was es natürlich extrem interessant macht.

Jasper ist eines der älteren KI-Text-Tools auf dem Markt, und für viele das beste. Es bietet viele Optionen und unterstützt beispielsweise bei Artikel-Gliederung, Artikel-Intro, Produktbeschreibungen, E-Mails, Google- und Facebook-Anzeigen, Facebook-Anzeigenüberschriften sowie Social Media Posts und YouTube-Videobeschreibungen.

Es werden mehrere Preispläne angeboten, die aber alle nicht ganz günstig sind (beginnend bei ca. 30 €/Monat). Aber die Ergebnisse sind in vielen Tests auch die besten aller vergleichbaren Text-Tools.

Frase

Frase ist ähnlich wie Jasper, eines der führenden Text-Tools mit vielen Optionen, guter Textqualität, auch in deutsch. Frase ist allerdings noch mehr auf SEO-Texte aus mit verschiedenen Optionen. Der Preis ist etwas günstiger als bei Jasper und beginnt bei ca. 15 €/Monat.

Neuroflash

Neuroflash ist ebenfalls eines der aktuellen Top-KI-Tools, das mit der Selbstbescheibung als „Nr. 1 KI Text Generator für deutsche Texte“ auftritt. Auch hier lassen sich Texte für unterschiedlichste Anwendungszecke generieren (Blogartikel, Produktbeschreibungen, aber auch Buchideen, Lebenslauf usw.).

Es gibt eine – natürlich beschränkte – Free-Version, die kostenpflichtigen Pläne beginnen bei ca. 30 € /Monat.

Writesonic

Wie die vorherigen Tools bietet writesonic jede Menge Optionen und Vorlagen zur Erstellung unterschiedlicher Texte. Ergänzend kommt eine Zusammenarbeit mit dem beliebten und guten SEO-Tool SurferSEO hinzu.

Auch writesonic bietet eine Freemium-Version, die kostenpflichtige beginnt bei ca. 13 €/Monat.

Peppertype

Peppertype ist ebenfalls nur auf englisch verfügbar, bzw. generierte Texte werden bei per Google Translate oder deepl ins Deutsche übersetzt.

Der Funktionsumfang ist vergleichbar mit den vorherigen Tools.

ClosersCopy

Der KI-Textgenerator Closerscopy setzt sich von den anderen Text-Tools ab, da es hier auch einen Lifetime-Deal gibt, also einmal bezahlen (ab ca. 330 €/Monat) und ewig uneingeschränkt nutzen.

Ein bisschen ein Geheimtipp, die Website offenbart gar nicht zu viele Infos, aber es setzt unterschiedliche KIs ein und du kannst hier auf SEO achten.

Folgend noch ein paar andere Texttools, die keine Texterstellung wie die oberen Tools anbieten, sondern andere Funktionen haben.

Quillbot

QuillBot ist ein sogenanntes Paraphrasierungstool, daß heißt es kann einen vorgegebenen Text umschreiben (paraphrasieren), so dass die Bedeutung erhalten bleibt.

DeepL

DeepL ist ein Online-Tool zur Übersetzung von einer Sprache in eine andere. Die kostenlose Version bietet schon klasse Ergebnisse und ist gut nutzbar. Eine Pro-Version beinhaltet keine Wortbeschränkungen mehr und bietet eine größere Sicherheit.

Die Übersetzungsergebnisse von DeepL, beispielsweise von englischen in deutsche Texte, sind sehr gut. Nur selten muss man die Texte danach nochmal anfassen.

KI-Bild-Tools

Nicht nur für die Texterstellung gibt es Tools, auch für die Bildgenerierung kommen immer mehr Anbieter auf den Markt.

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DALL-E

Von OpenAI entwickelt, ist DALL-E in der Lage Bilder auf der Grundlage von Textbeschreibungen zu generieren.

Man gibt also ein paar Stichworte ein und Tool generiert daraufhin sowohl fotorealistische Bilder oder Illustrationen.

Das Tool wurde anhand von Millionen von Archivbildern trainiert.

Midjourney

Bei Midjourney werden – ähnlich wie bei DALL-E – aus Textbeschreibungen Bilder generiert. Funktioniert wir ein interaktiver Chat, dem man Befehle geben kann. Man sieht auch die Ergebnisse, sprich Bilder, von anderen Usern.

Es werden vier Bilder generiert, bei denen man die beste(n) Variante(n) auswählen kann und weiterarbeiten kann, also das Tool weitere Bilder generieren kann.

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Links sind die ersten vier Ergebnisse die Midjourney bei folgender Anfrage geliefert hat: „feature image for a website, designer talks to a robot with artificial intelligence“. Bei den beiden folgenden Bilder wurde die Entwürfe dann verfeinert.

Um Bilder auf Midjourney zu generieren, braucht man einen Discord-Account (Discord ist ein Onlinedienst für Instant Messaging, Chat, Sprachkonferenzen und Videokonferenzen, der ursprünglich für Computerspieler geschaffen wurde, inzwischen aber auch vermehrt für andere Bereiche genutzt wird).

Ein paar Bilder sind kostenfrei, danach gibt es unterschiedliche Zahlungspläne.

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Die Ergebnisse bei Midjourney haben inzwischen eine unglaublich realistische Qualität.

Adobe Firefly

Adobe Firefly, ein neues KI-gesteuertes Tool von Adobe, bietet ähnliche Funktionen wie DALL-E und Midjourney. Es ermöglicht die Erstellung von Bildern und Designs auf der Basis von Textbeschreibungen.

Adobe baut in all seine Programme KI-Funktionen ein, die schon heute spannende Möglichkeiten bieten. Firefly vereint diese ein bisschen. Bilder, Vektoren, Generatives Füllen usw. – Firefly ist vor allem für „Adobe-Worker“ spannend.

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Das sind die Ergebnisse bei den (Midjourney-)Anfragen: „the world as an webdesigners home space, hyper realistic, super detailed, dynamic pose, illustrative, 80ies style“ und das mittlere und rechte Bild wurden erstellt bei „Designer in front of a laptop, Oil painting, Surrealism“

Bei den Bild-KI-Tools muss man ein wenig herumspielen, um herauszufinden, welche Begriffe und Schlagworte die besten/gewünschten Ergebnisse produzieren.

Weitere spannende KI-Tools

Remove Video Background

Die Produktion von Videos ohne Hintergrund erforderte bisher komplexe und fummelige Techniken wie Chroma-Keying und Greenscreens. Mit dem Tool Unscreen lässt sich ein Video im Grunde überall aufzeichnen und hier einfach der Hintergrund entfernen.

Cleanup.pictures

Dasselbe für Bilder. Bei Cleanup.pictures wenigen Pinselstrichen werden Objekte aus einem Bild „wie von Zauberhand“ entfernt. Die Zeiten langem Maskierens in Bildbearbeitungsprogrammen gehören hiermit der Vergangenheit an.

Synthesia

Synthesia ist ein KI Video Generator, mit dem sich professionell aussehende Videos erstellen lassen von Personen, die einen Text sprechen. Aus über 60+ Sprachen (auch deutsch) und mehr als 65 Avataren, dazu eine Bibliothek mit Videovorlagen, Musiktiteln und individuellen Hintergründen, lässt sich aus einem eigenen Text ein Video mit Sprecher erstellen.

Avatar AI

Bei Avatar AI kann man sein Profilbild hochladen und über 120 Avatare in unterschiedlichsten Stilrichtungen werden erstellt.

Magician for Figma

Magician for Figma ist ein Plugin mit dem sich per Klick Icons, Copytexte und Bilder direkt im UI-Designprogramm Figma erstellen lassen.


KI-Tools im Einsatz als Webdesigner

Selbstredend kommen KI-Tools auch in anderen Bereichen auf. So gibt es beispielsweise SEO-Tools, wie Surfer SEO, die KI einsetzen. Recherche und Analyse sind so typische Arbeiten, die eine KI schneller und effizienter erledigen kann.

Oder Tools wie Resemble AI, die Texte vorlesen lassen, also sprichwörtlich eine Stimme verleihen.

Und Tools wie ChatBot wirst du vermutlich schon öfters aus Websites erlebt haben. Diese kleinen Dialogfenster, die sich meistens rechts unten – ähnlich einem kleinen Popup – öffnen und man mit dem Besucher in einen Dialog treten kann.

Es ist zu vermuten, dass es auch nicht mehr lange dauern wird bis erste Tools UI-/Screendesigns gestalten nach genauer Vorgabe.

In naher Zukunft dürften Anweisungen wie bspw. „a modern minimal landing page for a business coach, Photographic hero-teaser with a female business person, radiant colors, bold typography“ zu einem ansehnlichen Entwurf führen und zumindest eine gute Grundlage sein, auf der man das Design feiner ausgestalten kann.

Interview mit einer KI

Und natürlich habe ich mich über die großen Fragen, die künstliche Intelligenz und den Prozess der Website-Erstellung betreffen, mit einem Experten unterhalten. Und wer bietet sich da besser an als… künstliche Intelligenz!?

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Ich habe eine kleine Unterhaltung mit ChatGPT geführt. Hier das „Interview“ im exakten Wortlaut:

Martin: Wir wird KI das Webdesign verändern?

ChatGPT: KI (Künstliche Intelligenz) kann das Webdesign auf verschiedene Weise verändern. Einige Möglichkeiten, wie KI das Webdesign beeinflussen könnte, sind:

  1. Personalisierte Webdesigns: KI-Systeme können Webdesigns personalisieren, indem sie die Vorlieben und das Verhalten von Nutzern analysieren und das Design entsprechend anpassen.
  2. Verbesserte Benutzererfahrung: KI-Systeme können dazu beitragen, die Benutzererfahrung zu verbessern, indem sie Nutzerinteraktionen analysieren und das Design entsprechend optimieren.
  3. Automatisierung von Designprozessen: KI-Systeme können den Designprozess automatisieren, indem sie Muster erkennen und Designs auf der Grundlage von Vorlagen generieren.
  4. Erhöhte Zugänglichkeit: KI-Systeme können dazu beitragen, dass Webdesigns für alle Nutzer zugänglich sind, indem sie Barrieren wie Sprachhürden überwinden und das Design entsprechend anpassen.

Insgesamt könnte KI das Webdesign verbessern, indem sie dazu beiträgt, dass Websites personalisierter, benutzerfreundlicher und zugänglicher werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass KI nur ein Werkzeug ist und dass der Einsatz von KI im Webdesign immer von menschlicher Kreativität und Expertise abhängen wird.

Wird dann die Tätigkeit des Webdesigners selber überflüssig?

Es ist unwahrscheinlich, dass KI die Tätigkeit von Webdesignern vollständig ersetzen wird. Obwohl KI dazu beitragen kann, Webdesign-Prozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, gibt es immer noch viele kreative und strategische Entscheidungen, die von menschlichen Webdesignern getroffen werden müssen.

Webdesigner müssen immer noch die Bedürfnisse und Ziele der Kunden verstehen und auf dieser Grundlage Websites entwickeln, die ansprechend, benutzerfreundlich und effektiv sind. Sie müssen auch in der Lage sein, sich an veränderte Trends und Technologien anzupassen, um sicherzustellen, dass ihre Designs immer auf dem neuesten Stand sind.

KI kann dazu beitragen, Webdesign-Prozesse zu unterstützen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es die Tätigkeit von Webdesignern vollständig ersetzen wird. Webdesigner werden weiterhin eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Websites spielen.

Also wird KI Webdesigner eher standardisierte Aufgaben abnehmen und Webdesigner werden zukünftig eher konzeptionell arbeiten?

Es ist möglich, dass KI dazu beitragen wird, standardisierte Aufgaben im Webdesign-Prozess zu automatisieren, wodurch Webdesigner mehr Zeit haben, sich auf konzeptionelle und strategische Aspekte des Designs zu konzentrieren.

Beispielsweise könnte KI verwendet werden, um automatisch Layouts oder Farbpaletten zu generieren, wodurch Webdesigner mehr Zeit haben, sich auf die Entwicklung von Inhalten und die Konzeption von Interaktionen zu konzentrieren.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass KI nicht in der Lage sein wird, alle Aufgaben im Webdesign-Prozess zu übernehmen. Webdesigner werden weiterhin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Websites spielen und werden auch weiterhin für kreative und strategische Entscheidungen verantwortlich sein.

Und wie wird es mit Textern aussehen? Machen Tools wie ChatGPT diese nun nicht überflüssig?

Tools wie ChatGPT können dazu beitragen, den Schreibprozess zu beschleunigen und zu vereinfachen, indem sie vorgefertigte Textbausteine und -sätze bereitstellen, die von Menschen verwendet werden können. Diese Tools können besonders hilfreich sein, wenn es darum geht, schnell und effektiv standardisierte Inhalte wie zum Beispiel Chatbot-Nachrichten zu erstellen.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass solche Tools den Bedarf an professionellen Textern vollständig ersetzen werden. Professionelle Texter haben die Fähigkeit, komplexe Ideen auf eine klare und verständliche Weise zu vermitteln und können auf die Bedürfnisse und Ziele ihrer Auftraggeber eingehen. Sie sind auch in der Lage, Textinhalte zu entwickeln, die sich an die Zielgruppe richten und die Marke widerspiegeln.

Insgesamt werden professionelle Texter weiterhin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Textinhalten spielen, auch wenn Tools wie ChatGPT dazu beitragen können, den Schreibprozess zu vereinfachen.

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KI-Tools im Webdesign & Websiteprozess – die Zukunft: Coworking mit KI

Als Steve Jobs die Bedeutung von Computern erklärte, sagte er,

„What a computer is to me is the most remarkable tool that we have ever come up with. It’s the equivalent of a bicycle for our minds.“

Steve Jobs

Man könnte dieses Zitat im Zusammenhang mit KI umformulieren und sagen, dass KI ein Fahrrad für unsere Kreativität ist – unsere Fähigkeit, etwas Neues zu schaffen.

Kreativität basiert auf den Lebenserfahrungen und Ideen, die Schöpfer haben. KI kann den Menschen nicht ersetzen, denn sie nutzt die Arbeit, die der Mensch leistet, als Input für neue Entwürfe. Aber KI kann die Kreativität erheblich steigern, weil sie zu einer Art „zweitem Gehirn“ wird, das mit dem Schöpfer zusammenarbeitet und neue Inputs liefert.

Moderne KI-Tools können uns Ideen liefern, an die wir nicht gedacht haben. Das macht KI zu einem hervorragenden Werkzeug für Entdeckungen und Erkundungen.

KI-gestützte Designlösungen haben die Chance, viel mehr zu werden als nur Werkzeuge, die Designer zur Erstellung von Assets verwenden. Sie haben die Chance, eine natürliche Erweiterung des Teams zu werden.

Die Zukunft des Designs eine Ko-Kreation zwischen Mensch und KI.

Die Frage für dich, mich und uns alle wird also nicht sein:
Wird die KI meine Tätigkeit übernehmen oder welche Nische kann ich mir suchen?

Die Frage für dich wird sein:
Wie kann ich die KI für mich nutzen?

Ein reines Texterstellen lassen und dann „copy and paste“ wird nicht (mehr) reichen. Noch sind dazu auch die Texte zu oberflächlich und wenig komplex.

Es wird zukünftig daher noch wichtiger werden, hochwertige Inhalte zu gestalten. Den tausendsten Glossarbeitrag über Responsive Webdesign oder Onpage-SEO braucht kein Mensch.

Jedoch persönliche Einblicke, Anekdoten, Case Studies, praxiserprobte Anleitungen, im Grunde einfach richtig tiefgehende Inhalte – jeweils unterstützt durch Bilder, Videos, Infografiken. Das Ganze dann so aufbereitet, dass ein jedes User Experience-Herz höher schlägt – darauf wird es zukünftig ankommen:

Content meets Visual Experience.

Wer also so ganz guten Content, ganz gute Designs, ganz gutes SEO, ganz gutes Copywriting, ganz gutes Marketing kann, für den wird es schwer werden!

Wer aber richtig, also so richtig gut ist, der wird wohl weiterhin sein Tätigkeiten finden.

Wer die Disziplinen und Tools verbinden kann, also so etwas wie ein „ganzheitlicher Generalist“ ist und mehr aus diesen macht, als die Summe ihrer Teile, der wird ebenso gefragt sein.

KI erleichtert repetitive Aufgaben und ermöglicht es Arbeitnehmern, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Die Herausforderungen und Chancen, die KI mit sich bringt, erfordern Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Weiterbildung.

Also, hau rein. Teste ein paar Tools an und vor allem: lies dich fleißig durch das Webdesign Journal – dann bist du richtig gut vorbereitet 😊

Und hole die Liste an über 60 der spannendsten KI-Tools für Webdesign!

Bewertungsergebnis: 4.9 / 5. | Anzahl der Bewertungen: 118

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Martin Hahn ist Webdesigner, Dozent, Fachbuchautor und dreifacher Papa. Seit vielen Jahren hilft er anderen effektivere Webdesigns zu erstellen – in Schulungen und mit Artikeln auf dieser Website.
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