Die Top-Typographie-Trends im Überblick

Letztes Artikel-Update: 5. Februar 2024

Welche Top-Trends du für die Typographie im Webdesign kennen solltest und wie du sie nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.
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Wenn du gerade dabei bist, eine Website ansprechend zu gestalten, wirst du sicherlich auch den ein oder anderen Text verwenden. Dafür solltest du dich zunächst mit den Möglichkeiten der modernen Typographie auseinandersetzen. Denn:

Immer wieder gibt es neue Trends, die sich in zahlreichen Bereichen durchsetzen und die Gunst der Nutzer auf sich ziehen möchten. Doch welche Trends zeichnen sich für die Zukunft ab und wie kannst du diese nutzen, um deine Texte wirkungsvoll zu gestalten? Das liest du in diesem Artikel.

Fette Texte

Du kennst sie vermutlich schon: fette Texte.

Tatsächlich ist es nach wie vor so, dass fett geschriebene Worte und Textzeilen die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich ziehen. Bei der Fettschrift werden alle Buchstaben linear verstärkt. Der Effekt: Die Schrift wirkt auf den Leser klarer und deutlicher. Überschriften in Bold-Schrift können mit dem Auge schneller erfasst werden, außerdem erhöht sich die Lesbarkeit der Texte, die in Fettschrift dargestellt werden.

Für den Leser wird deutlich, dass einzelne Schlagworte, die fett markiert sind, bedeutend sind. Das ist vor allem für die User praktisch, die einen Text lieber überfliegen als ihn Wort für Wort zu lesen.

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Brutalism

Brutal und somit Aufmerksamkeit erregend kommt dieser Typographie-Trend daher, der sich bestimmt in den nächsten Jahren behaupten wird. Funktionalität steht vor Ästhetik, denn bei diesem Gestaltungstrend werden klare, harsche Formen dargestellt, die fast minimalistisch und roh anmuten.

Dekorative Elemente sucht man bei diesem Designstil vergeblich, denn der Brutalismus setzt auf klare Botschaften. Kontrastreich sind die Schriften, die im Brutalism gezeigt werden und sich so von anderen Texten abheben.

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Highlight-Texte

Damit du dich mit deiner Seite von der Konkurrenz abhebst, muss deine Homepage so gestaltet sein, dass der Leser sich gerne näher zu deinen Produkten oder Dienstleistungen informiert. Er möchte hochwertige Texte lesen, die so gestaltet sind, dass wichtige Informationen schnell zu finden sind. Highlight-Texte setzen genau darauf und ermöglichen so, das Interesse der Leser zu wecken und die Lesbarkeit zu optimieren. Helle Farben, die Textpassagen hervorheben, Call-to-Actions, die in bunten Farben zur Reaktion aufrufen oder auch Videos und Bilder können als gestalterisches Element eingesetzt werden.

Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass die Highlight-Passagen nicht zu lang sind. Hebe nur wichtige Aussagen, Schlagwörter oder Links hervor. Andernfalls kann sich der Leser schnell überfordert fühlen.

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Farbige Texte

Schwarz-weiß war gestern: Wer seine Leser heute beeindrucken möchte, der setzt auf farbige Texte. Elegant wirken Websites mit schwarzem Hintergrund, während die Texte in leuchtend bunten Farben ins Auge stechen. Der starke Kontrast zwischen dem dunklen Hintergrund und den bunten Buchstaben weckt das Interesse der Leser und kann dafür sorgen, dass mehr Nutzer weiterlesen möchten.

Farbige Texte können mit anderen gestalterischen Möglichkeiten verbunden werden, um einen einzigartigen Auftritt zu garantieren. Bunte Serifenschriften auf dunklem Hintergrund können sich von der Typographie der Mitbewerber abheben und für ein hochwertiges Design sorgen.

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Gradients / Farbverläufe

Elegante, kaum sichtbare Farbverläufe sind im modernen Webdesign noch immer beliebt – und werden es bleiben. Dabei zeigt sich, dass besonders helle Farben, häufig auch Pastellfarben, beliebt sind. Durch die Auswahl der richtigen Farben erzielst du eine bessere Lesbarkeit für den jeweiligen Text und setzt die passende Stimmung.

Ebenfalls lassen sich mit dezenten Verläufen auch Zusammenhänge mit den Farben des Unternehmens erzielen – was wiederum die Verbindung zwischen Marke und Text stärkt. Klassische Farbverläufe kannst du für Schlagworte oder kurze Statements einsetzen.

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Zweifarbige Überschriften

Zweifarbige Überschriften sind die ideale Möglichkeit, wenn du dir mehr Aufmerksamkeit von deinen Lesern wünschst. Wer wichtige Kernaussagen einer Überschrift mit einer Extrafarbe hervorhebt, kann das Interesse möglicher Leser wecken, die sich durch eine lange Überschrift vorher eher abgeschreckt gefühlt hätten.

Wenn du kurze Stichwörter mit einer zweiten Farbe hervorhebst und wichtige Aussagen somit sofort ins Auge fallen, sorgt das dafür, dass der Leser den Rest des Textes lesen möchte. Zweifarbige Überschriften können deiner Überschrift aber auch einen neuen Kontext geben. Es ist wichtig, die passenden Wörter für die Hervorhebung zu wählen.

Übrigens: Statt einer neuen Farbe, kannst du wichtige Worte deiner Überschrift auch unterstreichen oder umkreisen.

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Zwei Schriftarten in Überschriften

Warum nicht zwei verschiedene Schriftarten in den Überschriften einsetzen, wenn es auch mit zwei Farbtönen funktioniert?

Diese Methode bringt Dynamik und setzt interessante Akzente. Oft wird eine Kombination aus einer Serifen- und einer serifenlosen Schriftart gewählt, um einen markanten Kontrast zu erzielen.

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Textkonturen

Transparente Buchstaben, bei denen nur die Umrisse zu sehen sind, sind im modernen Webdesign ebenfalls beliebt. Mit dieser gestalterischen Möglichkeit kommt dem Hintergrund viel Platz zu – die Schrift ist zwar im Vordergrund zu sehen, nimmt sich aber im Gesamtkonzept zurück.

Sogenannte Transparent Letters werden gerne in modernen Designs genutzt. Sie verleihen einem Layout viel Tiefe, sind interaktiv und kreativ. Es gibt viele unterschiedliche Optionen, um seiner Homepage mit transparenten Buchstaben einen individuellen Look zu verleihen.

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Typography only

Bei diesem Typographie-Trend bleibt der Text im Vordergrund und wird nicht durch andere gestalterische Elemente gestört.

Wie der Name schon sagt:
Hier geht es nur um die Typographie.

Bei dieser Gestaltung finden sich Texte in unterschiedlicher Form und sorgen für einen klaren Content. Auf andere (gestalterische) Elemente wird bewusst verzichtet.

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Überlappende Texte

Ebenfalls sehr beliebt im modernen Webdesign:
überlappende Texte, die durch unterschiedliche graphische Elemente in einen besonderen gestalterischen Raum gebracht werden.

Für den Betrachter ist dann häufig nicht mehr erkennbar, ob die Schriften vor oder dem Element stehen. Dabei dürfen die Texte, die durch andere Elemente überlappt werden, natürlich nicht zu sehr verdeckt werden. Schließlich sollen sie noch lesbar bleiben.

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Typographie-Trends für dein modernes Webdesign

Du siehst also: Schon mit einfachen Mitteln kann aus einem normalen Text ein interessant gestalteter Text werden, der eine noch größere Aufmerksamkeit der Leser auf sich zieht. Zeitgleich erhöhst du damit den Wiedererkennungswert deiner Website – und deines Unternehmens.

Dies beginnt mit der einfachen Formatierung, bei der einzelne Schlagwörter oder markante Textpassagen hervorgehoben werden. Doch nicht nur die Aufmerksamkeit wird durch diese individuelle Gestaltung eines Textes gewonnen. Auch die Lesbarkeit kann durch eine gezielt gewählte Typographie verbessert werden. In den optimierten Texten findet sich der Leser später besser zurecht und ist eher dazu geneigt, sich intensiv mit deinen Inhalten auseinanderzusetzen.

Die verschiedenen Typographie-Trends ermöglichen dir nicht nur ein persönliches Auftreten, sondern bietet dir die Gelegenheit, ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Texten zu erzielen. Komplizierte Designs sind dafür kaum notwendig. Stattdessen nutzt du kleine gestalterische Elemente, um das Interesse der Leser auf deine Seite und dein Unternehmen zu ziehen.

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Über den Autor

Martin Hahn ist Webdesigner, Dozent, Fachbuchautor und dreifacher Papa. Seit vielen Jahren hilft er anderen effektivere Webdesigns zu erstellen – in Schulungen und mit Artikeln auf dieser Website.
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