Nachhaltiges Webdesign – Maßnahmen für klimaschonende und langlebige Websites

Letztes Artikel-Update: 29. Januar 2024

Nachhaltigkeit und Webdesign – wie passt das zusammen und mit welchen Maßnahmen kannst du deine Website klimafreundlich gestalten? Das erfährst du hier.
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Hast du schon gewusst, dass Websites Energie verbrauchen und somit einen Teil zur CO₂-Emission beitragen? Weil Webdesign damit einen Einfluss auf den Ausstoß von CO₂ hat, beschäftigt man sich schon seit längerem damit, wie Websites klimafreundlich gestaltet werden können.

Nachhaltiges Webdesign zielt darauf ab, diesen Verbrauch zu reduzieren und somit umweltfreundliche und kostengünstige Projekte zu schaffen. Nachhaltige Websites reduzieren nicht nur Emissionen, sondern zeichnen sich auch durch ihre hohe Geschwindigkeit aus.

Doch Nachhaltigkeit im Webdesign betrifft nicht nur den Umweltaspekt, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit deiner Seite und noch andere Aspekte.

In diesem Artikel erfährst du, welche Maßnahmen für nachhaltiges Arbeiten getroffen werden können und wie nachhaltiges Webdesign funktioniert.

Maßnahmen für nachhaltiges Webdesign – mehr als Technik & Ästhetik

Jeder Klick im Netz verbraucht Strom – am Endgerät, im Netzwerk des Mobilfunkanbieters, im Datenzentrum. Der CO₂-Ausstoß ist also denkbar hoch. Webdesigner tragen somit Verantwortung, das Internet so zu gestalten, dass es gut für den Menschen und den Planeten ist. Genau hier setzt nachhaltiges Webdesign an.

Nachhaltiges Webdesign: Ein Blick auf das Geschäftsmodell

Nachhaltiges Webdesign startet nicht erst bei der visuellen Umsetzung, sondern bereits bei der Konzeption des Geschäftsmodells. Hier geht es darum, zeitlose Ästhetik und maßgeschneiderte Designs zu schaffen, die nicht nur dem aktuellen Corporate Design entsprechen, sondern eine langlebige Grundlage bilden. Anstatt kurzfristigen Trends zu folgen, sollte eine kontinuierliche Weiterentwicklung angestrebt werden. Das ist nicht nur ressourcenschonend, sondern auch budgetfreundlich.

Denken im Dreieck: Erde, Mensch, Profit

Neue Businessmodelle gehen inzwischen über den reinen Fokus auf monetäre Ziele hinaus. Sie beziehen das Dreieck von Erde, Mensch, Profit in ihre Denkweise ein. Profit wird hier nur als Teilbereich des Modells gesehen.

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Von Greenwashing zu echtem Wandel

Es ist lobenswert, wenn Unternehmen umweltfreundliche Maßnahmen ergreifen. Doch echte Nachhaltigkeit erfordert mehr „grüne Labels“. Der Fokus sollte auf langfristigen Ansätzen liegen, um vorausschauend zu arbeiten und Optimierungen schrittweise umzusetzen. Das Pflanzen von Bäumen und der Ausgleich von CO₂-Emissionen sind wichtige Schritte, aber sie dürfen nicht zur Fassade werden. Wahre Nachhaltigkeit erfordert ein tieferes Verständnis und die Anerkennung von aktuellen Herausforderungen.

Grüner Strom für nachhaltiges Webdesign: Einfluss nehmen und bewusst handeln

Du sitzt vor dem Bildschirm und surfst durchs Internet – doch weißt du, woher der Strom kommt, der all die Daten durch das World Wide Web transportiert? Das Internet mag virtuell sein, aber sein Einfluss auf unsere Welt – und damit Umwelt – ist real.

Stromquellen verstehen und Einfluss nehmen

Das Internet zieht seinen Strom aus Rechenzentren, Netzinfrastrukturen und Endgeräten. Wir können den Stromverbrauch beeinflussen, indem wir die übertragenen Datenmengen reduzieren. Das betrifft Videos, Audios, Bilder und den Code.

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Hosting-Service mit Bedacht wählen

In Deutschland gibt es viele Hosting-Provider, aber nicht alle sind gleich „grün“. Entscheide dich für einen Anbieter, der sein Rechenzentrum mit grünem Strom betreibt. Vertrauenswürdige Dienstleister geben Auskunft über die Herkunft ihres Stroms, von 100 % Wasserkraft bis zur Kompensation von Kohle- und Atomstrom. Du hast hier heutzutage also reichlich Auswahl.

Nutzernahe Rechenzentren für kürzere Wege

Ein Drittel des Internetstroms hängt von der Netzinfrastruktur ab. Kürzere Übertragungswege bedeuten weniger Energiebedarf und bessere Ladezeiten. Content Delivery Networks (CDNs) speichern Websites weltweit in verschiedenen Rechenzentren und liefern automatisch vom nächstgelegenen Zentrum aus. Die Effizienz des Rechenzentrums spielt auch eine Rolle. Der PUE-Wert (PUE = Power Usage Efficiency) gibt an, wie effizient ein Rechenzentrum Energie nutzt. Ein niedriger PUE-Wert, idealerweise nahe 1,1, signalisiert eine hohe Effizienz.

Grüner Strom für den eigenen Arbeitsplatz

Nachhaltigkeit im Webdesign endet nicht bei der Website-Infrastruktur, sondern sollte auch deinen eigenen Arbeitsplatz einbeziehen. Die Wahl von grünem Strom im (Home-)Office und privat spielt eine Rolle. Überdenke, wie stark du auf Cloud-Services angewiesen bist, deren Rechenzentren oft in den USA stehen. Die Auswahl eines Hosters, der auf grünen Strom setzt, ist entscheidend für die ökologische Nachhaltigkeit deiner Website. Plattformen wie „The Green Web Foundation“ bieten Listen von Hosting-Anbietern, die auf nachhaltige Energiequellen setzen.

Lieferketten im Webdesign: Denke ethisch und ökologisch!

Du möchtest nicht nur, dass deine Website gut aussieht, sondern auch, dass sie Gutes tut – für deine Nutzer und unseren Planeten. Hier geht es darum, auch in der Lieferkette Verantwortung zu übernehmen.

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Lieferkette durchleuchten

Nachhaltiges Webdesign bedeutet nicht nur, auf schöne Farben und klare Layouts zu setzen. Es geht ebenfalls darum, die Lieferkette zu durchleuchten. Angefangen bei der Auswahl der Hosting-Provider bis zur Beschaffung von Ressourcen für die Entwicklung – jeder Schritt sollte ethisch und ökologisch verantwortungsbewusst gestaltet werden.

Transparenz und Nachhaltigkeit

Achte darauf, dass Lieferketten transparent und nachhaltig sind. Woher kommen die Ressourcen? Wie werden sie hergestellt? Bei der Auswahl von Dienstleistern und Ressourcen solltest du daraufsetzen, negative Umweltauswirkungen zu minimieren. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern zeigt auch deinem Nutzer, dass dir Nachhaltigkeit wichtig ist.

Dein Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit

Mit der bewussten Wahl von umweltfreundlichen Ressourcen und Dienstleistern leistest du deinen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das gilt nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für Einzelunternehmer und Freelancer. Denn jede Website, jeder Code und jedes Hosting-Konto trägt zu unserem ökologischen Fußabdruck bei.

Der richtige grüne Hoster: Wo deine Website ökofreundlich surft

Du willst nicht nur im echten Leben umweltbewusst handeln, sondern digital einen grünen Fußabdruck hinterlassen? Dann ist die Wahl des Hosting-Providers entscheidend. Hier erfährst du, wie du deinen Webauftritt nachhaltig machst.

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Stromquellen verstehen und Einfluss nehmen

Das Internet mag virtuell erscheinen, aber es hat einen realen Einfluss auf unseren Energieverbrauch. Dein grüner Hoster sollte daher nicht nur schöne Versprechen machen, sondern klipp und klar sagen, wie er seine Server mit Strom versorgt. Idealerweise setzen sie auf erneuerbare Energien wie Wasserkraft, statt auf klimaschädliche Kohle.

Wähle deinen Hosting-Service mit Bedacht

Nicht alle Hosting-Anbieter sind gleich. Ein Blick auf die Herkunft des Stroms ist ein guter Anfang. Hier in Deutschland gibt es viele Unternehmen, die ihre Rechenzentren mit grünem Strom betreiben. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern sorgt auch für ein gutes Gewissen bei dir.

Maßnahmen für nachhaltige Websites:
So geht es einfach und umweltfreundlich

Gute User Experience – mach es den Nutzern einfach

Du kennst das: Oft musst du auf einer Website unzählige Male klicken, bis du dich endlich zu dem Inhalt verirrst, den du suchst. Wenn du nicht lange vorher abspringst. Eine gute User Experience (UX) ist nicht nur angenehm für deine Besucher, sondern spart sogar Energie.

Weniger Klicks = weniger Energieverbrauch

Stell dir vor, du müsstest auf einer Website dreimal (oder mehr) klicken, um ans Ziel zu kommen. Das kostet nicht nur Nerven, sondern auch Strom. Weniger Klicks bedeuten weniger Seitenaufrufe. Das spart Zeit, Nerven und Energie. Deine Besucher werden es dir danken und die Umwelt erst recht.

Weniger ist mehr: Schnickschnack reduzieren

Mehr ist mehr? Auf Websites gilt oft das Gegenteil. Reduziere überflüssige Elemente. Weniger animierte Graphiken bedeuten weniger Energieverbrauch. Lass zum Beispiel auch die Finger von aufwendigen Hintergrundvideos, wenn du Energie sparen möchtest. Denke bei jedem Element darüber nach, ob es wirklich auf das Ziel deiner Website einzahlt. Und wenn nicht, lass es weg.

Responsive Design für alle Geräte

Heutzutage gelangen deine Nutzer nicht nur über ihren Computer auf deine Website. Tablets und Smartphone sind ständige Begleiter und immer beliebter für die Internetrecherche. Sorge deshalb dafür, dass deine Website auf allen Geräten korrekt ausgespielt wird.

Ein responsives Design spart nicht nur Nerven, sondern auch Energie. Denn es vermeidet unnötige Ladevorgänge, wenn die Website sich automatisch an das Gerät anpasst.

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Ein responsives Design ist auch aus Nachhaltigkeitsgründen Pflicht.

Effiziente Texte: Weniger ist mehr!

Du begegnest ihnen vielleicht immer wieder: Lange Texte, die sich endlos ziehen. Dabei geht es oft kürzer und knackiger. Effiziente und gut strukturierte Texte sind wesentlich angenehmer zu lesen. Noch dazu sparen sie Ladezeit.

Wie schreibst du effiziente Texte? Vermeide unnötige Füllwörter, kürze deine Sätze auf das Wesentliche. Deine Besucher brauchen nur die wichtigsten Informationen von dir. Schreibe prägnante Texte. Deine Texte sollen aussagekräftig und auf den Punkt sein. Fasse dich deshalb kurz und verzichte auf lange Ausführungen. Diese kosten dich bei der Texterstellung mehr Zeit und deine Besucher werden dadurch eher aus dem Text aussteigen.

Erfahre mehr:
Der UX Writing Guide für nutzerfreundliche Texte

Dateiformate optimieren

Optimiere Bilder für schnelle Ladezeiten

Du weißt sicherlich schon, dass Bilder eine Website lebendig machen. Deshalb sind sie meist ein Muss. Große Bilddateien bremsen die Ladezeit aber ganz schön aus. Dadurch verbrauchen sie beim Laden mehr Energie. Du kannst deine Bilder optimieren, damit sie schneller geladen werden können.

Komprimiere deine Bilder. Große Fotodateien verlangsamen die Ladezeit deiner Website. Es gibt Online-Tools, die du zur Bildkomprimierung meist kostenfrei verwenden kannst. So bleibt die Qualität erhalten, der Energieverbrauch sinkt.

Videos vermeiden

Bild- und Videoinhalte sind großartig und beliebte Elemente auf Websites. Sie können aber auch wahre Energieverschwender sein.

Halte dich mit Videos eher zurück. Das sind nämlich echte Datenfresser. Setze Videos deshalb lieber gezielt ein und achte auf effiziente Formate.

Effiziente Website dank Vektoren

Du wünschst dir, dass deine Website schnell lädt und wenig Energie verbraucht? Dann können Vektoren die geeignete Lösung für dich sein. Diese sind im Vergleich zu Rastergraphiken nämlich energieeffizienter. Deshalb: Arbeite mit Vektoren, wenn dir das möglich ist. So sorgst du nicht nur für eine optimierte Website, sondern auch für schnellere Ladezeiten.

Erfahre mehr:
Bilder optimieren fürs Web – Tools, Dateiformate & Plugins

Daten komprimieren, Caching nutzen, Ladezeit optimieren

Du willst, dass deine Website nicht nur gut aussieht, sondern noch dazu nachhaltig ist? Dann habe ich drei weitere Tipps für dich:

Daten komprimieren: Durch die Komprimierung von Daten sparst du jede Menge Energie. Du kannst Datenmengen reduzieren, ohne an Qualität zu verlieren. Das bringt dir nicht nur eine schnellere Ladegeschwindigkeit, sondern führt zu weniger Energieverbrauch.

Caching-Mechanismen implementieren: Implementiere Caching-Mechanismen, damit sich oft genutzte Daten auf deiner Website nicht immer neu laden müssen. Das spart Zeit und ist somit schnell und nachhaltig.

Ladezeit optimieren: Nicht nur deine Nutzer freuen sich darüber, wenn sie schnell auf deine Inhalte zugreifen können. Optimiere die Ladezeit für ein schnelles, effizientes und nachhaltigeres Surferlebnis. 

Erfahre mehr:
Pagespeed: So verbesserst du die Ladezeit deiner Website

Die technischen Aspekte der Optimierung

Im folgenden habe ich die wichtigsten technischen Aspekte zur Optimierung für eine nachhaltige Website zusammengefasst:

Bilder, Videos, Animationen

  • Autoplay von Videos: Vermeide automatisches Abspielen von Videos, um Datenvolumen und Energie zu sparen. Ersetze Autoplay-Videos durch Grafiken oder weniger aufwendige Animationen.
  • Lazy Load für Bilder: Setze Lazy Load ein, um Bilder erst beim Scrollen zu laden, was unnötige Datenübertragungen vermeidet.
  • Moderne Bildformate: Nutze Formate wie WebP oder AVIF, um Datenvolumen zu reduzieren.
  • Responsive Bildgrößen: Biete Bilder in Größen an, die zum jeweiligen Endgerät passen, um Daten zu sparen.
  • Webgerechte Kodierung der Bilder: Komprimiere Bilder webgerecht, um die Dateigröße zu reduzieren.
  • Effiziente Animationen: Vermeide rechenintensive Animationen oder ersetze sie durch Videos.

Skripte

  • Gesamtgröße aller geladenen Skripte: Beschränke die Größe der JavaScript-Dateien und lade nur benötigte Skripte.
  • Ungenutztes JavaScript: Entferne unnötiges JavaScript, um die Datenlast zu reduzieren.
  • Laufzeiten JavaScript: Optimiere die Laufzeit von JavaScript, um Energieverbrauch zu senken.
  • Effizienter Einsatz von Modulen: Vermeide Redundanzen in JavaScript-Paketen.
  • Legacy JavaScript: Liefere Legacy JavaScript nur an veraltete Browser.
  • Minimierung der JavaScript-Dateien: Minimiere JavaScript-Dateien, um die Datenmenge zu reduzieren.

CSS

  • Umfang der CSS-Dateien: Reduziere unnötiges CSS und minimiere die Dateigröße.

Server

  • Energiemix der verwendeten Server: Verwende Server mit grünem Strom.
  • Caching auf dem Server: Nutze Caching, um den Berechnungsaufwand zu verringern.

Datenübertragung

  • Text-Kompression am Server: Nutze Textkompression wie GZIP oder Brotli.
  • Verwendung von HTTP/2: Stelle den Server auf HTTP/2 um, um die Effizienz zu steigern.
  • Verwendung von HTTPS: Stelle sicher, dass alle Assets über HTTPS geladen werden.
  • Anzahl der Netzwerkanfragen: Reduziere Netzwerkanfragen durch Caching und Zusammenlegen von Dateien.

Weitere Punkte

  • Browser-Cache: Nutze den Browser-Cache effizient.
  • Gesamtgröße der Website: Halte die Größe der Website unter 1.500 KB.

Typographie optimieren:
Weniger ist mehr – auch bei deiner Schrift

Klar, Schriften sind wichtig. Aber es geht auch schlanker und effizienter. Hier sind ein paar Schritte, mit denen du deine Typographie optimieren kannst:

  • Kluge Schriftwahl:
    Weniger ist mehr – auch bei deinen Schriften. Reduziere die Anzahl der verwendeten Schriftarten. Das ist nicht nur gut für die Lesbarkeit deiner Texte, sondern auch für die Performance deiner Website.
  • Webfreundliche Schrifttypen:
    Wähle webfreundliche Schriftarten, die weniger Energie verbrauchen. Schriftarten enthalten oft unnötige Schnitte und Buchstaben. Diese werden allerdings mitgeladen.

Dark Mode: Deine Website im Energiesparmodus

Du kennst den Dark Mode sicherlich schon von deinem Smartphone. Hier kannst du einstellen, dass deine Anwendungen mit einem dunklen Hintergrund erscheinen, was häufig angenehmer für die Augen ist. Aber wusstest du, dass der dunkle Modus nicht nur schick aussieht, sondern auch Energie sparen kann?

Vor allem bei Geräten mit OLED-Bildschirmen macht der Dark Mode einen großen Unterschied. Dunkle Farben verbrauchen weniger Energie als helle. Deine Nutzer können so nicht nur bequem und stylisch, sondern auch nachhaltig surfen.

Außerdem sparen deine Nutzer mit dem Dunkelmodus Akku. Mit dunklen Farben sparst du tatsächlich bis zu 50 % deiner Akkuleistung. Das macht sich nicht nur bei den Nutzern bemerkbar, sondern auch die Umwelt freut sich über den niedrigeren Energieverbrauch.

Sparsamer Einsatz von Analyse-Tools

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, denken wir oft an grünen Strom und schnelle Ladezeiten. Dabei spielen auch die Analyse-Tools eine große Rolle.

Denn es ist doch so:
Jede Anfrage an einen Server verbraucht Energie. Deshalb ist es empfehlenswert, weniger zu analysieren bzw. Analyse-Tools bewusst einzusetzen. Reduziere deren Einsatz auf ein Minimum. Setze lieber auf effiziente und nachhaltige Analysemethoden.

Psychologische Trigger: Nachhaltig und nutzerfreundlich

Nachhaltiges Webdesign ist nicht nur sparsam, sondern auch clever in der Nutzeransprache. Deshalb ist es wichtig, dass du die Bedürfnisse deiner Nutzer verstehst. Dafür kannst du sogenannte psychologische Trigger nutzen. Denn nur wenn du die Bedürfnisse und Verhaltensweisen deiner Nutzer verstehst, kannst du eine Website gestalten, die nicht nur nachhaltig, sondern auch richtig benutzerfreundlich ist. Was bringt dir das?

Nutze psychologische Trigger geschickt, um die Aufmerksamkeit deiner Nutzer zu erhöhen. Platziere deine Elemente gut durchdacht, denn das kann die Interaktion verbessern und unnötige Seitenaufrufe minimieren.

Erfahre mehr:
Psychologie im Webdesign: Nutze die Macht der Wahrnehmung

Barrierefreie Websites

Wenn du dir mehr Nachhaltigkeit für dein Webdesign wünschst, darfst du die barrierefreie Umsetzung nicht vergessen. Das ermöglicht nicht nur allen Nutzern einen Zugang zu deinen Inhalten, sondern bringt große Vorteile für die Effizienz deiner Seite mit sich.

Barrierefreie Websites sorgen dafür, dass sich alle Nutzergruppen inkludiert fühlen. Wenn du deine Website barrierefrei gestalten möchtest, achtest du in erster Linie darauf, deine Inhalte gut zu strukturieren. Das ermöglicht wiederum eine schnellere Navigation.

Eine barrierefreie Umsetzung erfordert klare Strukturen. Das bedeutet, dass deine Inhalte so organisiert sind, dass alle Nutzer – unabhängig von individuellen Voraussetzungen – sie leicht verstehen und nutzen können. Barrierefreiheit ist also nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern ein Muss für jede moderne Website.

Erfahre mehr:
Barrierefreiheit – der smarte Leitfaden für zugängliche Websites

Mehr Website-Power durch SEO

Suchmaschinenoptimierung beinhaltet mehr als nur Keywords. SEO sollte nämlich nicht nur für Suchmaschinen, sondern in erster Linie für Menschen gemacht sein. Du möchtest ja schließlich die nützlichsten Informationen bereitstellen.

Selbst die besten SEO-Tricks helfen dir nicht weiter, wenn deine Seite den Besuchern nicht auf ihre Fragen oder Suchintention antwortet. Deshalb: Verstehe die Suchmaschinenoptimierung als einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Gutes SEO startet übrigens schon vor dem Texten oder Design und begleitet dich bis zur Veröffentlichung deiner Website – und darüber hinaus. Ständige Anpassungen an Trends und das sich immer wandelnde Nutzerverhalten sind hier das A und O.

Hier habe ich noch weitere Tipps für eine effektive Suchmaschinenoptimierung, die sich positiv auf die Nachhaltigkeit deines Webdesigns auswirkt:

  • Recherchiere erst nach den Fragen deiner Zielgruppe und beginne dann mit dem Schreiben.
  • Lerne die Absicht hinter den Suchanfragen deiner Zielgruppe kennen und optimiere deine Inhalte.
  • Plane eine passende Struktur für deine Website-Inhalte.
  • Achte darauf, dass deine Inhalte, Links und Buttons technisch einwandfrei funktionieren.
  • Beziehe auch alternative Suchmaschinen in deine Optimierung ein und verlasse dich nicht nur auf Google.
  • Stelle sicher, dass deine Informationen für deine Zielgruppe relevant und hilfreich sind.
  • Betrachte SEO als fortlaufenden Prozess und plane immer wieder Optimierungsschleifen ein.
  • Integriere Keywords natürlich und sinnvoll, ohne den Lesefluss zu beeinträchtigen.

Erfahre mehr:
Webdesign und SEO – ein offener Brief an alle Webdesigner und Webprogrammierer

Tools & Ressourcen für nachhaltige Websites

Mit dem Tool Website Carbon Calculator lässt sich der CO2-Verbrauch einer Website messen. Dieses Tool bewertet nach fünf Kritieren, um die Website einzuordnen:

  1. Umfang des Datentransfers
  2. Energie-Aufwand von Webdaten
  3. Energiequelle des Rechenzentrums
  4. Kohlenstoffintensität von Netzstrom
  5. Website-Traffic

Die Website auf Barrierefreiheit testen:
WAVE Web Accessibility Evaluation Tools

Farbkontraste aus Lesbarkeit überprüfen:
WebAIM Contrast Checker

Noch umfangreicherer Guide zu nachhaltigen Websites:
What is sustainable web design?

Und tiefergehende Bücher dazu:
Sustainable Web Design
Nachhaltiges Grafikdesign

So gelingt Nachhaltigkeit für dein Webdesign

Nachhaltigkeit im Webdesign ist viel mehr als nur ein Trend – es ist fast schon ein Muss.

Wie du gesehen hast, gehen Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand. Deshalb ist es ein Gewinn für alle Seiten, wenn du deine Inhalte so nachhaltig wie möglich gestaltest.

Wie andere Teilbereiche in der digitalen Welt entwickelt sich auch das Webdesign laufend weiter. Umso wichtiger ist es, dass du regelmäßig einen Blick über den Tellerrand wagst und dich mit neuen Methoden auseinandersetzt. So findest du neue Lösungen und schöpfst das gesamte Potential deines Web-Projektes aus.

Und gerade, weil es im modernen Webdesign unzählige Möglichkeiten gibt, um nachhaltige Websites zu gestalten, liegt es in der Verantwortung jedes Webdesigners, sich dieser Aufgabe anzunehmen.

Bewertungsergebnis: 4.9 / 5. | Anzahl der Bewertungen: 46

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Über den Autor

Martin Hahn ist Webdesigner, Dozent, Fachbuchautor und dreifacher Papa. Seit vielen Jahren hilft er anderen effektivere Webdesigns zu erstellen – in Schulungen und mit Artikeln auf dieser Website.
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